Die Ruhe vor dem Sturm: Roadtripping Mallorca

Die Semesterferien sind vorbei und der Launch von Blocksatz.co steht bevor. Die nächsten Wochen sehen nicht viel freie Zeit vor. Umso glücklicher bin ich darüber, auf neun Tage Auszeit zurückblicken zu können. Anfang April durfte ich die Schönheit eines von mir bisher maßlos unterschätzten Fleckchens Erde kennenlernen. Während Mallorca vor dem Urlaub bei mir sofort die Assoziation von Sangria konsumierenden Deutschen in Tennissocken und Adiletten hervorrief, so denke ich jetzt an traumhafte Buchten, malerische Bergdörfer und die ansteckend entspannte Atmosphäre auf der Lazy Finca Son Valls.

Unsere Unterkunft lag im Landesinneren in der Nähe von Felantix. Die Lazy Finca ist ein renovierter Gutshof aus dem Jahr 1597, was dem alten Gemäuer einen eindrucksvollen Charme verleiht. Das Konzept ist zugleich einfach und genial: Die Gäste der maximal 12 Zimmer genießen den persönlichen Service der Eigentümer, nehmen die echt mallorquinischen Mahlzeiten gemeinsam ein und sollen vor allem eines: Vom Alltag abschalten. Das fehlende W-LAN in den Zimmern leistete – gerade für mich – einen enormen Beitrag dazu. Ganz nach dem Motto „There’s nothing wrong with being lazy sometimes“ gibt es keine Verpflichtungen und neben der wöchentlichen, optionalen Yogaeinheit auch kein forderndes Programm. Auf der Lazy Finca liegt wohl ein Zauber, der sich nicht erklären lässt: Spätestens nach zwei Nächten ist man dermaßen entspannt und „lazy“, dass man sich tatsächlich überlegt, ob man die Insel erkunden oder die Tage lieber am Pool und in der Hängematte verbringen möchte.

Glücklicherweise gehört mein Freund zur Kategorie der rastlosen Reisenden, weshalb wir schließlich doch jeden Tag mit dem Leihwagen die Insel erkundet haben. Und was soll ich sagen? Sofern man den Ballermann mit seinen in den Himmel ragenden Bettenburgen großzügig umfährt, ist diese Insel ein Eldorado für Naturliebhaber und Entdecker. Prinzipiell treibe ich mich lieber in bewohnten Gegenden herum, was an meiner großen Liebe zur Architektur liegt. Und auch wenn diese Vorliebe sowohl in den idyllischen Bergdörfern als auch in den größeren Städten bedient wurde, so muss ich zugeben: Die Landschaft ist atemberaubend und so abwechslungsreich, man könnte nahezu vergessen, dass man sich auf ein und derselben Insel (mit einer Fläche von rund 3.600km²) befindet. Neben abenteuerlichen Autofahrten auf den berüchtigten Serpentinen standen Bergwandern, Städte erkunden, Märkte besuchen, Tropfsteinhöhlen besichtigen und sogar im Meer baden auf unserer Agenda. Zugegeben, gebadet wurden lediglich die Beine, aber für Anfang April ist das ein sehr großer Schritt ins kühle Nass!

Meine Erzählungen nicht all zu sehr ausschweifen zu lassen fällt mir fast so schwer wie eine lediglich kleine Auswahl an Fotos zu treffen, die ich hier mit dir teile. Um trotzdem ein Ende zu finden, fasse ich folgendes Fazit:

  1. Mallorca ist jede Reise wert, zumindest so lange in der Vorsaison alles grünt und blüht und die Touristenströme sich noch in Maßen halten.
  2. Man schafft an einem Tag Inselerkundung nie so viel wie man sich eigentlich vorgenommen hat – und das ist vollkommen in Ordnung.
  3. Es tut wahnsinnig gut, für ein paar Tage abzuschalten. Keine Arbeit mit in die Ferien nehmen und das Handy einfach mal ausschalten. Herrlich! Der Alltag kommt schnell genug wieder zurück.

Mehr Fotos findest du übrigens auf meinem privaten Instagram-Profil just_tanja_ und auch bei blocksatz.co.