Aus dem Leben einer Online Texterin: SEO für Einsteiger

Das große Thema für Selbstständige, Freelancer, Marketingabteilungen, Blogger und eben auch für uns Online Texter heißt „Search Engine Optimization“, zu deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Nutzen wir auf privater oder beruflicher Ebene das scheinbar endlose Wissen von Seiten wie Google oder Bing, so fragen wir uns nur selten, nach welchen Mechanismen und Algorithmen die Reihenfolge der Suchergebnisse festgelegt wird. Wir interessieren uns nur dafür, die gewünschte Antwort möglichst schnell und ohne weitere Umwege zu finden.

Dahinter steckt jedoch eine ganze Menge Arbeit – für die Suchmaschine, aber auch für all diejenigen, die ihre Inhalte möglichst weit oben in der Rangliste sehen wollen. Denn mal ehrlich: Wer von uns klickt sich bei einer Suche schon durch bis auf Seite zwei oder drei? Neben käuflich erworbenen Werbeanzeigen, die Teil des Suchmaschinenmarketings sind, kannst du auch auf kostenfreie Methoden zurückgreifen, um deine Reichweite zu maximieren. An dieser Stelle kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Ich möchte dir heute drei kleine, aber bedeutende Tipps verraten, mit denen du SEO ganz einfach anwenden kannst:

  1. Keywording

Na, klingelt es schon? Dieses Wort ist im Online-Alltag schon sehr lange kein unbekanntes mehr. Trotzdem werden in der Anwendung des Keywordings noch viele Fehler gemacht. Doch ganz von vorne: Was sind Keywords überhaupt? Wenn du Inhalte ins Netz stellst, hast du bereits eine bestimmte Zielgruppe im Blick. Wer soll wozu auf deine Seite geleitet werden? Sicher hat dein Unternehmen einen kreativen Namen. Doch wer diesen nicht kennt, wird auch nicht danach suchen. Überlege dir also, welche Suchbegriffe deine potentiellen Kunden wohl bei Google eingeben, wenn sie nach deinem Angebot suchen. Für lokale Geschäfte lohnt es sich, den Standort anzugeben, beispielsweise „Eis in Saarbrücken“. Da aber auch andere Anbieter dieses Keyword nutzen könnten, solltest du weitere Schlüsselbegriffe auswählen, die zwar speziell genug sind, um dein einzigartiges Angebot zu beschreiben, andererseits aber auch so geläufig, dass jemand danach suchen wird.

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Was machst du nun mit diesen Keywords? Je häufiger diese Worte in den Texten deiner Website vorkommen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Seite weit vorne angezeigt und demnach öfter aufgerufen wird. Aber Achtung! Noch immer setzen manche Leute auf das veraltete „Keywordstuffing“, also eine sinnfreie Aneinanderreihung von Keywords, um die Suchmaschine zu überlisten. Dieses Vorgehen funktioniert jedoch nicht mehr. Organische – also natürliche – Texte werden bevorzugt. Diese Balance zu wahren, ist eine meiner wichtigsten Aufgaben beim Produzieren von Online Content.

  1. HTML Tags

Da ich selbst keine Fachfrau im Bereich HTML oder Suchmaschinenalgorithmik bin, sondern lediglich die Anwendung im kleinen Rahmen beherrsche, werde ich dieses Thema etwas vereinfacht darstellen: Die Suchmaschinen, die wir täglich nutzen, sprechen nur bedingt die gleiche Sprache wie wir Menschen. Es gibt also bestimmte „Codes“, die für uns nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sind. Übertragen wir diese Kombinationen dann aber auf die eigene Website und bauen sie gezielt in Textfelder ein, entstehen plötzlich interne Links oder neue Layouts. Ein kleines aber bedeutendes Beispiel dafür ist der Code:

<h1>…</h1>

Mit ihm markierst du eine Überschrift. In meinem Falle sieht dies heute also folgendermaßen aus:

„<h1>Aus dem Leben einer Online Texterin: SEO für Einsteiger</h1>“

So habe ich der Suchmaschine mitgeteilt, dass dies die Überschrift meines Blogposts sein soll. Und um die Brücke zwischen dem ersten und dem zweiten Punkt der heutigen SEO-Lektion zu schlagen: Für das Keywording ist es bedeutend, ob ein Wort in der Haupt- oder der Zwischenüberschrift oder „nur“ in einem Absatz vorkommt. Woher sollen die Suchmaschinen diese Info aber beziehen, wenn du deine Texte in einer anderen Sprache, also ohne HTML-Tags verfasst? Die wichtigsten Codes sind schnell auswendig gelernt und versprechen dir einen direkten Mehrwert.

Unbenannt
  1. Aktualität

Dieser Punkt ist zwar recht schnell abgehandelt, deshalb aber nicht weniger bedeutend. Online drehen sich die Uhren etwas schneller und Trends kommen und gehen in rasantem Tempo. Wer immer auf dem neuesten Stand sein will, muss sich ständig informieren und die eigenen Methoden anpassen (so wie bei dem Beispiel des Keywordstuffings).

Aktualität hat jedoch noch eine andere Bedeutung: Deine Seite sollte sich nie im Stillstand befinden. Sonst kommen sowohl bei den Suchmaschinen als auch bei deinen Lesern Zweifel über die Aktualität der Inhalte auf. Denke also daran, Neuigkeiten aus deinem Berufsalltag immer auch auf die Website zu übertragen oder mit einem Blog für regelmäßige Veränderungen zu sorgen.