Entdecken, Lernen und Verkosten in der Rimoco Gewürzmanufaktur

Wonach duftet Weihnachten? Eigentlich eine seltsame Frage. Ihr könntet jetzt irritiert dreinschauen, verwundert darüber, wie man einen Feiertag denn mit der Nase wahrnehmen soll. Und doch weiß ich, dass jeder von euch sofort Gewürze wie Zimt, Nelken oder Sternanis im Kopf hatte. Wir verknüpfen Gefühle und Erinnerungen so stark mit unseren Sinneseindrücken, dass es schon selbstverständlich geworden ist, Geschmäcker und Düfte mit abstrakten Begriffen wie „weihnachtlich“ oder „winterlich“ zu kategorisieren. Genau der richtige Zeitpunkt also, um sich mit einem ausgiebigen Aromenshopping in der Rimoco Gewürzmanufaktur auf die Feiertage einzustimmen.

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„Tourist, go home!“ – Über die Arten des Reisens und ihre Konsequenzen

Es wird viel geschimpft über den Menschen in seinem aktuellen Habitus. Die Rede ist von Konsumgesellschaften, Umweltverschmutzern und Klimasündern. Die mahnenden Zeigefinger erheben sich in Richtung Industrie und Handel, die „Big Player“ sind Schuld! Wegen Nestlé verdursten Menschen, VW zerstört unser Klima und in den eigentlich leidtragenden Entwicklungsländern ist der Verzicht auf Plastik längst noch kein Thema, während wir Gutmenschen uns darüber aufregen, wenn eine Salatgurke in Plastik verpackt ist. Doch wenn es uns selbst an den Kragen gehen soll, wird es schnell still um die weltverbesserischen Intentionen.

Wir alle lieben unsere Freiheit. Die meisten sind damit aufgewachsen, manche erleben sie als Errungenschaft, doch niemand will sie gänzlich aufgeben. Neben dem Ruf nach geschlossenen Grenzen, die die Einreise kontrollieren, soll die eigene Möglichkeit zum (Aus-)Reisen unangetastet bleiben. Wir durchwandern oder überfliegen die Welt und fühlen uns dabei ganz bourgeois, gebildet, wie einst schon der Urvater aller Reiseblogger: Johann Wolfgang von Goethe. Des Menschen scheinbar liebstes und nicht weniger kostspieliges Hobby zieht jedoch seine Folgen nach sich – von der*vom Partyurlauber*in bis hin zur*zum chamäleonartigen Individualtourist*in.

Wohin ging deine letzte Reise?

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Die Kulturwissenschaften – Gedanken zum Semesterstart

Mitte Oktober, das neue Semester an der Universtität des Saarlandes beginnt, und die Geister scheiden sich: Die klassischen Studierenden sitzen zwischen den Stühlen, durchleben den halbjährlich wiederkehrenden Zwiespalt zwischen Abschiedsschmerz von Bett und Netflix-Konto und der aufsteigenden Abendteuerlust auf einen kleinen Neubeginn. Sicher, spätestens beim ersten frühmorgendlichen Seminar, das im Winter umgeben von Kälte und Dunkelheit nicht die geringste Chance auf begeisterte, kluge Köpfe hat, wird die Motivation wieder verfliegen. Doch bis dahin pilgern aufgeregte Erstis neben Altstudenten, das Ziel des Studienabschlusses fest im Blick, über den herbstlichen Campus. Für mich bedeuter der Start ins Semester vor allem die Rückkehr des strukturierten Alltages und die Hoffnung auf Weiterbildung – denn mein Studium verleiht mir im Zuge des noch in der Ferne liegenden Abschlusses nicht nur einen Titel, sondern auch ein breit aufgestelltes, auf die Berufswelt vorbereitetes Image.

Wofür mein Studium eigentlich steht und wie es sich mit meiner Selbstständigkeit als freiberufliche Texterin kombinieren lässt, erfahrt ihr im heutigen Blogpost.

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Der Blog der Dienstleisterin

Wenn ich durch die Liste der Blocksatz.co Facebook-Beiträge scrolle, fällt mir eines auf: Die meisten Posts beschäftigen sich mit dem jeweils aktuellen Blogpost oder mit zur Thematik passenden Kommentaren und Infos und eher seltener mit den Inhalten, für die Blocksatz.co eigentlich steht. Nun hat sich die*der eine oder andere sicher schon gefragt, was es mit diesem Blog auf sich hat. Immerhin bin ich keine klassische Bloggerin und auch auf der Website stößt man in erster Linie auf Leistungen und Preise, statt auf ausführliche Berichte darüber, warum ich mit dem Bloggen angefangen habe und welches Spezialgebiet von „Fashion“ über „Food“ bis „Travel“ ich denn verkörpere. Heute möchte ich dieses Rätsel lösen und euch die drei Funktionen des Blocksatz.co-Blogs verraten.

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Deutschland nach der Bundestagswahl – In was für einem Land leben wir eigentlich?

Hier sitze ich nun, vor einem leeren Dokument und all meinen Fragen und Gedanken zur gestrigen Bundestagswahl. Eigentlich habe ich mir selbst geschworen, mich mit politischen Blogposts zurückzuhalten. Denn es ist viel zu leicht, mit dieser Thematik Menschen zu entfremden und mit nur wenigen Worten Fronten aufzubauen, die bei diplomatischerem Gesprächsstoff nie entstanden wären. Auch wenn ich als Privatperson diese Konflikte absolut nicht scheue, so ist Blocksatz.co nunmal ein Dienstleistungsunternehmen, in dem ich mich nicht an Protestwähler oder Menschen politischer Couleur wende, sondern an Kunden. Trotzallem ist es mir nahezu unmöglich, die Geschehnisse dieser Wahlnacht unkommentiert zu lassen. Politisches Engagement und gesellschaftliche Stellungnahmen müssen wieder zu einem salonfähigen Thema werden und einen produktiven Diskurs entfachen. Und so versuche ich mich heute an einer möglichst sachlichen Analyse, die der bewegenden Frage folgt:

In was für einem Land leben wir eigentlich? Weiterlesen

Berlin für Foodlover – Das Mekka der Köstlichkeiten

„Man wird von allem satt. Aber eins schmeckt besser als das andere.“

Der Mensch ist ein regelrechter Künstler. Er versteht es, aus dem Notwendigen etwas Besonderes zu machen. Dies gilt vor allem für die beliebte Thematik des Essens. Denn eigentlich würde es ausreichen eine geschmacksneutrale Substanz zu sich zu nehmen, die einem die nötigen Nährstoffe zuführt und den Hunger stillt – doch wer will das schon? Stattdessen wird die Küche zum Laufsteg: Gewagte Kombinationen, beliebte Evergreens, Showeffekte! Das alles landet auf unseren Tellern und verzaubert unsere Sinne.

Wer Berlin besucht, wird überwältigt vom kulinarischen Angebot dieser Stadt. Man möchte fast sagen: Es gibt nichts, das es nicht gibt. Weiterlesen

Saarbücken in der Identitätskrise – Zwischen alternativer Subkultur und organisiertem Wahnsinn

Da ist man nicht einmal vier Wochen weg und schon hat die Stadt Saarbrücken den nächsten Streich ausgeheckt: Der neue Gentrifizierungsplan für das Osthafen-Quartier reiht sich ein in die Zerstörung jungen Charmes und alternativer Szene. Ich als Wahl-Saarbrückerin habe in dieser Stadt bisher tatsächlich das „kleine Berlin“ gesehen, doch nun scheint auch die Politik diesem Vorbild nachzueifern: Ganz nach dem Motto „Hallo Kreuzberg“ sollen bald Luxuswohnungen statt bezahlbarem Wohnraum, englischer Rasen statt Natur und Möbelhaus statt Industriekultur den Osthafen prägen.

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Deutschlandtour Teil III – Entlang der Küste von Nord nach Ost

Berlin zu verlassen fällt ausnahmslos jedes Mal schwer. Ein wenig erträglicher war es allerdings mit Aussicht auf ein paar Tage Meer und Strand. Entgegen unserer ursprünglichen Planung wird das der letzte Teil unserer Deutschlandtour sein. Da das Wetter weiterhin nicht mehr auf unserer Seite sein wird, haben wir beschlossen das Wochenende in Köln abzusagen und früher nach Hause zu fahren. Immerhin kennen wir die Stadt schon, es wäre also nur ein kleiner Bonus gewesen, nochmal dort Halt zu machen. Stattdessen haben wir jetzt eine lange Heimfahrt vor uns, an deren Ende unser eigenes Bett wartet. Wir freuen uns, Zuhause anzukommen und vor allem darauf, wieder selbst kochen und waschen zu können. Alles hat seine Vor- und Nachteile…

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Deutschlandtour Teil II – Berlin, du bist so wunderbar!

Nach einer Nacht Zwischenstopp in Leipzig, inklusive leckerem Frühstück im Café Cantona und Zoobesuch (versucht diesen Programmpunkt wenn irgendwie möglich unter der Woche einzuplanen, um den Besuchermassen aus dem Weg zu gehen), ging es für uns endlich wieder nach Berlin. Nachdem wir letztes Jahr den klirrend kalten Winter dort miterlebt haben, konnten wir uns diesmal über einen trockenen und mehr oder weniger sonnigen Spätsommer freuen.

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Deutschlandtour Teil I – Unterschätztes Thüringen

Es ist soweit! Die vorlesungsfreie Zeit darf bei mir in diesem Spätsommer tatsächlich „Semesterferien“ genannt werden, denn alle Klausuren sind geschrieben und die Hausarbeiten werden sich erst im Anschluss an die zukünftigen Semester häufen. Dieser Freiraum muss genutzt werden!  Deshalb sind tellofrikadello und ich aufgebrochen, um vier Wochen Urlaub im eigenen Land zu verbringen und eine große Runde durch Deutschland zu drehen. Selbstverständlich nehme ich euch gerne mit auf die Reise und halte euch hier über Highlights und Enttäuschungen auf dem Laufenden.

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